Der LemonAid & ChariTea e.V. ist online.

31 Oktober 2011 | News

Liebe Freunde & Unterstützer.

Es hat eine Weile gedauert. Bereits seit letztem Jahr sind wir im Verein aktiv gewesen, haben Projekt bereist, Budgets gewälzt, Pläne erstellt, viel dazu gelernt – und einiges angeschoben. Mehr dazu findet Ihr unter “Projekte”.

Bei all dem sind wir nicht dazu gekommen, unsere Website zum Laufen zu bringen. Das haben wir nun nachgeholt. Und bleiben von nun an am Ball. Versprochen.

Wir hoffen, Euch mit den Projektbeschreibungen ein lebendiges Bild der Vereinsaktivitäten zu geben. Es sind ebenso spannende wie sinnvolle Ansätze – und tolle Partnerorganisationen. Schon jetzt tragen unsere noch jungen Bemühungen, einen eigenen entwicklungspolitischen Beitrag zu leisten, erste Früchte. Ganz konkret,  in Paraguay, Sri Lanka und Südafrika.

Wir halten Euch auf dem Laufenden – und freuen uns über Feedback.

Wieso Paraguay, Sri Lanka und Südafrika?

31 Oktober 2011 | Auswahl der Projekte, Projekte

Die Getränke “LemonAid” und “ChariTea” sind die Hauptsponsoren des Vereins.

Beide Marken beziehen ihre Bio-Zutaten fast ausschließlich aus dem Fairem Handel. Vor allem von Anbaukooperativen aus Paraguay, Sri Lanka und Südafrika. Länder, deren Bevölkerungen zum großen Teil nicht vom weltweiten Handel profitieren – sondern, im Gegenteil, strukturell benachteiligt werden. Die soziale Schere klafft stark auseinander, gesellschaftliche und politische Ungerechtigkeiten sind offenkundig.

Durch den Kauf fairer Rohwaren werden dort bereits nachhaltige Strukturen gefördert und lokale Projekte finanziert.

Viele Probleme in der Region bleiben trotzdem ungelöst. Der LemonAid & ChariTea e.V. denkt Fairtrade deshalb noch einen Schritt weiter (“Fairer Handel ist uns noch nicht fair genug”). Er stellt regelmäßig zusätzliche Gelder für weitere Projekte vor Ort zur Verfügung, die Unterstützung benötigen.

Grundschul-Projekt in Guarambare.

31 Oktober 2011 | 2011, News, Paraguay, Projekte

Die Region Guarambare liegt vor den Toren der paraguayanischen Hauptstadt Asuncion.

Paraguay ist ein agrarisch geprägtes Entwicklungsland – das zweitärmste Südamerikas. Die Landwirtschaft macht rund die Hälfte der gesamten Exporte aus, was Paraguay enorm von den Weltmarktpreisen für Agrarprodukte abhängig macht. Zudem ist die Landwirtschaft auch noch stark durch Großgrundbesitz geprägt.

Beides erschwert die Situation von Kleinbauern und verstärkt die sozialen Probleme der meist jungen Landbevölkerung. Der Anteil der armen Bevölkerung ist mit 38 % weiterhin extrem hoch. Ausreichende Bildungsangebote, die den jungen Menschen neue Perspektiven bieten könnten, sind in ländlichen Regionen nur selten vorhanden.

200 Rohrzucker-Bauern aus der Region Guarambare haben sich vor acht Jahren zur Kooperative ASOCAZE zusammengeschlossen, um am Fairtrade-System teilzunehmen. So erzielen sie heute mit ökologischem Anbau stabile Preise und können langfristig für sich und ihre Familien wirtschaften. Durch die Fairtrade-Prämien wird zudem ein Sozialfonds gespeist, mit dem ASOCAZE unter anderem eine lokale Zahnarztpraxis eingerichtet hat. Dort können sich alle Bewohner der Region kostenfrei zahnärztlich behandeln lassen.

 

Zudem engagiert sich die Kooperative für bessere Bildungsmöglichkeiten, von dem der Nachwuchs der Bauern langfristig profitieren soll. In der Vergangenheit wurden u.a. neue Schulbücher für die lokalen Grundschulen angeschafft – die notorisch unterfinanziert sind und häufig mit einem Minimum an Material auskommen müssen. Ein Beispiel: Lehrer müssen neue Kreide aus eigener Tasche kaufen, weil selbst dafür das Geld fehlt.

Die Gelder der Kooperative reichen jedoch nicht aus, um umfassendere Investitionen zu finanzieren, die dringend nötig sind, da die wenigen staatlichen Bildungs-Gelder vollends in städtische Projekte fliessen. Ein weiterer Grund für die anhaltende Landflucht.


Vor diesem Hintergrund unterstützt der LemonAid & ChariTea e.V. ausgewählte Grundschulen in der Region Guarambare. Zusammen mit ASOCAZE, die als lokaler Akteur in stetigem Kontakt zu den Lehrkräften und Schulleitern stehen, werden in einer gemeinsamen Aktion vier Schulen mit neuer, simpler Infrastruktur ausgestattet.

Bis dato eher provisorische Klassenräume bekommen Stühle, Tische, Tafeln und Regale. Ventilatoren werden angeschafft, die dafür sorgen, dass auch bei 45-Grad-Hitze noch gelehrt werden kann. Zudem erhalten alle Schulen einen eigenen PC – ihren ersten.

Der LemonAid & ChariTea e.V. finanziert das komplette Projekt – mit 7591 Euro.


Die Anschaffung der Ausstattung ist für den November 2011 geplant. Aktuelle Bilder folgen dann baldmöglichst.

Solarprojekt in Suid Bokkevelt

31 Oktober 2011 | 2011, News, Projekte, Südafrika

Die südafrikanische Kleinbauernkooperative Heiveld, ca. 400 km nordwestlich von Kapstadt gelegen, baut nach traditionellen Methoden Rooibos-Tee an. Der Tee wächst ausschließlich unter der heißen Sonne der Cedarberge. Hier wird der Tee seit Generationen als Heilmittel und Nationalgetränk geehrt.

In den langen Jahren des Apartheidregimes war es ausschließlich weißen Großfarmern erlaubt, Rooibos-Tee in großem Stil anzubauen und zu vermarkten. Im Jahr 2001 haben 14 Rooibos-Kleinbauern aus Süd-Bokkeveld die Heiveld-Kooperative gegründet – und damit Geschichte geschrieben.

Bis heute ist dies neben der benachbarten Kooperative aus Wupperthal der einzige Zusammenschluss der als “Coloureds” diskriminierten Bevölkerungsgruppe. Ungeachtet der neuen politischen Rahmenbedingungen werden die “Farbigen” nach wie vor sozial und wirtschaftlich stark diskriminiert. Ihr Zusammenschluss hat deshalb hohen Symbolcharakter.

Frauen beginnen durch Bewirtschaftung kleiner Felder ein eigenes Einkommen zu erzielen, einfache Bauern übernehmen leitende Funktionen und lassen sich in Buchhaltung, EDV und anderen Bereichen ausbilden. Mit Hilfe der südafrikanischen Nicht-Regierungsorganisation EMG (Environmental Monitoring Group), welche die Kleinbauern in Fragen der Qualitätssicherung und der biologischen Landwirtschaft kompetent berät, haben diese es geschafft, Ökonomie und Ökologie sinnvoll zu verbinden.

Trotz ihrer Errungenschaften sehen die Kleinbauern von Heiveld ihrer Zukunft mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf Grund der rasch steigenden Nachfrage nach Rooibos-Tee beziehen manche europäische Fair-Händler den Tee auch von privaten Großplantagen. Mehr als 98% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche ist noch immer in der Hand weißer Großgrundbesitzer. Auf Dauer, so die Befürchtung der Kleinbauern, werden sie sich nur schwerlich gegen die Großfarmer durchsetzen können, die ihre Vormachtstellung aus der Apartheidzeit unnachgiebig behaupten.

Der LemonAid & ChariTea e.V. möchte die Farmer der Kooperative und ihre Angehörigen in dem Bemühen unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen – die Basis für Veränderungen, nicht nur in Südafrika.

Die Region ist derzeit nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen. Die Bewohnern behelfen sich mit benzinbetriebenen Generatoren oder nutzen Kerzenlicht und Feuer. Solarenergie kommt nur vereinzelt zum Einsatz – für Lichtsysteme oder Trinkwasserpumpen. Es fehlt an Know-How und Ressourcen, um die dauerhaft und kostenlos scheinende Sonne als Energiequelle zu nutzen.

Darum haben wir, in Zusammenarbeit mit der NGO “Indigo Development & Change”, ein Projekt ins Leben gerufen, durch das für die Gemeinschaft der Kleinbauern rund um Suid Bokkeveld sukzessive eine autarke Energieversorgung errichtet werden soll.

Indigo hat ein simples Solarsystem entwickeln lassen, mit dem sich Haushalte autark versorgen können. Energie kann so sicherer, ökologischer und kostengünstiger genutzt werden. Das Risiko von Bränden, sonst ein häufiges Problem in der staubtrockenen Gegend, wird minimiert. Die Kleinbauern – und vor allem ihr Nachwuchs – werden nicht nur mit Licht versorgt, sondern erhalten auch endlich Zugang zu wichtigen Kommunikationsmedien.

Indigo installiert im ersten Schritt für 20 Haushalte Solarsysteme und trainiert die Bewohner in dessen Benutzung und Wartung. Zudem werden lokale “Para-Solar-Engineers” ausgebildet, um innerhalb der Community dauerhaft mit Know-How aushelfen zu können.

Im gleichen Zuge startet Indigo in 10 Haushalten einen Feldversuch mit energieeffizienten Holzöfen.

Der LemonAid & ChariTea e.V. finanziert das gesamte Energie-Projekt – mit 5.500 Euro.

Kinderhort “Ñande Rekoha”

31 August 2011 | 2011, News, Paraguay, Projekte

Ein weiteres Projekt, das wir in Paraguay unterstützen, ist der Kinderhort im Abasto-Markt. In einem Randbezirk von Asuncion liegt der Obst- und Gemüsegroßmarkt der paraguayischen Hauptstadt. Es ist der Umschlagsplatz für fast alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Region. Ein spannender, chaotischer Ort – für jeden Touristen eine Reise wert.

Doch viele Kinder und Jugendliche müssen dort, weil die finanziellen Mittel der Familien nicht ausreichen, schon vor dem gesetzlichen Mindestalter von 14 Jahren gegen Entlohnung oder auf eigene Faust arbeiten. Oft statt zur Schule zu gehen. Zudem sind viele Kinder stundenlang auf dem Gelände unterwegs, deren Väter und Mütter von Gelegenheitsarbeiten und Hilfsjobs auf dem Markt leben. Kinder, die zuhause von niemandem betreut werden, da die Eltern rund um die Uhr arbeiten, oft auch wochenends oder nachts.

Der Hort „Ñande Rekoha“ (Unser Raum) ist unter eher improvisatorischen Bedingungen in einer ehemaligen Lagerhalle für Gemüse eingerichtet. Es ist ein Ort des Rückzugs, des Lernens und der pädagogisch fundierten Betreuung für ca. 60 bis 70 Kindern von 6 bis 14 Jahren. Einzige Bedingung für die Aufnahme im Hort ist, dass die Kinder regelmäßig die Schule besuchen.

Der Einrichtungstyp Hort ist in Paraguay selten zu finden. Ñande Rekoha bietet den Kindern des Abasto-Marktes unter der Leitung von Elisabeth Gavilan die sonst fehlende Betreuung, kümmert sich auch um Gesundheit, Hygiene und Ernährung und bezieht die unterschiedlichen Erziehungsberechtigten in die pädagogische Arbeit ein. Der Hort soll für sie einen Familienersatz bieten, wo sie positive persönliche Beziehungen mit Erziehern und Kameraden anknüpfen, respektvolles Miteinander üben, Hausaufgaben machen, handarbeiten, Ausflüge machen und spielen können.

Da die paraguayischen Schüler entweder vor – oder nachmittags zur Schule gehen, können sie den Hort in der jeweils freien Tageshälfte besuchen. 2010 haben ca. 80 Kinder den Hort genutzt. Regelmäßig werden die Kinder von entsprechenden Fachleuten unentgeltlich psychologisch, ärztlich und zahnärztlich untersucht.

Der LemonAid & ChariTea e.V. finanziert das jährliche Ernährungsprogramm des Horts – mit rund 1200 Euro.

Es umfasst tägliches Frühstück und Snacks für alle Kinder. Einmal pro Woche gibt es zudem ein Kochprojekt, bei dem die Kinder lernen, gesunde Gerichte aus den regional verfügbaren, naturbelassenen und gesunden Lebensmitteln zuzubereiten, um sie anschließend mit großem Genuss zu essen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausbildungszentrum “Diyanilla Technical Institute”

30 Juni 2011 | 2011, News, Projekte, Sri Lanka

Die klimatischen Bedingungen in Sri Lanka sind optimal für den Tee-Anbau: Sri Lanka ist nach Kenia das größte Tee exportierende Land der Welt.


Tee wird auf weiten Großplantagen angebaut, auf denen viele der beschäftigten Teepflücker nicht nur arbeiten, sondern häufig auch wohnen. Das macht sie abhängig von den Plantagenbesitzern. Vor allem was ihre Grundbedürfnisse wie Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, aber auch Schulbildung angeht. Oft bleibt den Beschäftigten und ihren Familien keine Möglichkeit, dem Abhängigkeitsverhältnis zu entfliehen.

Eine Möglichkeit, den Menschen zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen und eine sozial gerechtere Verteilung der durch den Tee-Export erwirtschafteteten Gelder zu gewährleisten, ist der faire Handel. Doch ist es ebenso wichtig, den Menschen vor Ort, insbesondere der Jugend, neue und andere Perspektiven zu bieten.

In Sri Lanka unterstützt der LemonAid & ChariTea e.V. das Diyanilla Technical Institute (DTI).

Die Ursprünge liegen einige Jahrzehnte zurück. Der Journalist Walter Keller strandete damals mit seinem VW-Bus im Hochland Sri Lankas. Aus der spontanen Hilfsbereitschaft der Bewohner wurde eine Freundschaft. Aus dem kurzen, ungeplanten Besuch eine siebenjährige Heimat für Walter Keller & Co. In dieser Zeit entstand gemeinsam mit lokalen Freiwilligen das Bildungszentrum DTI. Jahrelang konnte das Projekt mit privaten Spendern am Leben gehalten werden. Doch zuletzt versiegten die Quellen – und das Projekt stand vor dem Aus.

Mit Hilfe der Gelder des LemonAid & ChariTea e.V. hat der damalige Mitbegründer (und Pannenhelfer) Rangit Gunasekera das DTI nun in 2011 wiederbelebt. Umgeben von Teeplantagen hat sich das Projekt der Aufgabe verschrieben, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Alternative zur Teebranche zu bieten. Sie können Kurse in Schneidern, Schreinern, Maurern, Elektro- und KFZ-Technik besuchen und so den Grundstein für ein Leben abseits des Teeanbaus legen.

Die Wohnhäuser, in denen die Studenten auf dem Gelände untergebracht sind, werden im Rahmen der Handwerkskurse komplett selber gebaut. Von den Steinen für das Gemäuer bis hin zu den Dachziegeln ist alles Marke Eigenbau. Viele Absolventen des DTI nutzen ihr gewonnenes Handwerkswissen, um die für die Teeregionen typischen Behausungen aus Wellblech und Dachpappe durch solidere Bauten zu ersetzen und verbessern damit die Lebensqualität der Menschen vor Ort.

Computerkurse sind am DTI besonders populär. Hier bekommen die Studenten elementare Kenntnisse am Rechner beigebracht, die für ein Leben jenseits des Teepflückens von Bedeutung sind. Und weil Technik eben nicht immer nur Männersache ist, wird der Kurs von einer Frau geleitet.

Was das Projekt besonders macht, sind die unterschiedlichen Kulturen, die aufeinander treffen: Singhalesen und Tamilen lernen und leben gemeinsam. Der alte Konflikt zwischen beiden Volksgruppen beruht zumindest auch auf Verständigungsproblemen – sie sprechen nicht nur unterschiedliche Sprachen, sondern haben sogar eine andere Schrift.
Ganz bewusst sind die Klassen und Wohntrakte beim DTI deshalb gemischt. Das Erlernen der jeweils fremden Sprache als Unterrichtsfach hilft außerdem, das Verhältnis zu lockern und Singhalesen und Tamilen zusammen zu führen.

Der LemonAid & ChariTea e.V. unterstützt das Diyanilla Technical Institute – mit insgesamt 17.000 Euro.

Stadtteilzentrum “The Warehouse Project”

30 Juni 2011 | 2011, News, Projekte, Sri Lanka

Ursprünglich hatten wir uns für Sri Lanka vorgenommen, den Fokus auf Projekte im Hochland zu legen. Unser besonderes Augenmerk galt den Teebauern, denen es oft in unterschiedlichsten Bereichen mangelt.

Auf den Reisen durch das Land ist uns jedoch bewusst geworden, wie groß der Bedarf auch an anderer Stelle ist. Wie etwa in Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, in der oft bettelarme Menschen neben äußerst Wohlhabenden leben. Vor dieser Armut konnten und wollten wir die Augen nicht verschliessen. Und haben ein Projekt ausfindig gemacht, das alle Unterstützung verdient, da es denen Unterstützung gibt, die sonst nur kaum Beachtung finden: ”The Warehouse Project”.

Hier wurde eine alte Lagerhalle in ein Community Center mit einem sehr speziellen Anliegen umgewandelt. Das Ziel des Warehouse-Projektes ist es, die Lücke zwischen den Wohlhabenden und den Bettelarmen im Stadtteil Maradana zu schliessen. Oder zumindest zu verringern. Und das nicht nur durch finanzielle Unterstützung in verschiedenen sozialen Bereichen, sondern vor Allem durch ein Zusammenführen der beiden Welten.

Durch gemeinsame Kulturveranstaltungen und Ausflüge der beiden unterschiedlichen Schichten soll den reichen Kindern verdeutlicht werden, dass das Kind des Bettlers ein genauso guter Freund werden kann wie das Kind aus der Nachbarvilla. Es geht darum, Sensibilität für die Unterschiede zu erschaffen und so die wohlhabenderen lokalen Schichten zu ermutigen, die Probleme vor der eigenen Haustür selbst in Angriff zu nehmen. Aus Verständnis für die andere Seite. Denn die Ressourcen stehen reichlich zur Verfügung.

Auf dem Weg zu diesem hoch gesteckten Ziel gilt es für das Warehouse-Team zunächst, eine Reihe von grundlegenden Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung zu erfüllen. Aus diesem Grund hat das Warehouse Projekt mehrere Basisprogramme ins Leben gerufen.

EAT
Eins davon ist das EAT Programm. Hier wird durch die Projektküche in der riesigen Lagerhalle allen Anwohnern im Armutsviertel die Möglichkeit gegeben, sich in der Gemeinschaftsküche selbst zu versorgen. Das Viertel soll nicht mehr an Hunger leiden müssen.

LIVE
Ein weiteres Basisprogramm ist LIVE. Hier wird der Community kostenfreie medizinische Versorgung geboten. Ärzte aus den Krankenhäusern kommen mehrmals pro Woche ins Warehouse Projekt und kümmern sich um die medizinischen Probleme des Viertels.

ENTREPRENEURS
Bei diesem Basisprogramm wird den finanziell Benachteiligten durch die Vergabe von Mikrokrediten die Möglichkeit gegeben, ihren Beruf wieder auszuführen – und so ein eigenes Einkommen zu sichern. Oft scheitert es in Maradana schon daran, dass ein Maler keine Leiter und keinen Pinsel hat – und ihn sich aus eigenen Kräften auch nicht wird leisten können. Ohne entsprechende Sicherheiten würde keine lokale Bank ihm Geld leihen. Dieses Vakuum füllt das Warehouse-Projekt – mit Kleinstkrediten für lokale Bewohner.

BORDERLESS
Die weiteren Programme dienen der beschriebenen Zusammenführung verschiedener ethnischer und sozialer Gruppen – so auch Borderless. Durch gemeinsame Kunstaktivitäten wird die Lücke zwischen Arm und Reich geschlossen. Es wird gemeinsam musiziert, gemalt und getanzt. Diese Programm richtet sich vor allem an die Kinder der unterschiedlichen Gruppen.

Der LemonAid & ChariTea e.V. finanzierte 2011 das gesamte ENTREPRENEUR-Projekt – mit 1170 Euro.

Unterstützung des LemonAid & ChariTea e.V. in 2010: 36.000 €.

31 Januar 2011 | 2011, News

Pro verkaufter Flasche der beiden Getränkemarken “LemonAid” und “ChariTea” wird der  LemonAid & ChariTea e.V. mit 5 Cent gesponsort.

So ist im Jahre 2010 eine Summe von 36.000 € zusammengekommen – die dem Verein mit sofortiger Wirkung zur Verfügung steht.

Über uns

Der Lemonaid & Charitea e.V. ist ein gemeinnütziger Verein aus Hamburg-St. Pauli.

Er wird durch die Getränkemarken "LemonAid" und "ChariTea" gesponsort, die pro verkaufter Flasche 5 Cent an den Verein abführen.

Darüber hinaus ist der Verein offen für Spenden von Dritten.